Konnichiwa Tokyo

Ich liebe das Privileg von günstigen Flügen zu profitieren und neue Städte zu entdecken, auch wenn es nur für kurze Zeit ist. Ich freute mich sehr zu hören, dass es in der Business Class noch einige Plätze frei hat. Kurzerhand entschloss ich mich, mit meiner Schwester mitzufliegen – dieses Mal ging es nach Tokyo! Die zweite wunderbare Nachricht war, dass meine ehemalige Mitarbeiter der Raiffeisenbank im Moment ebenfalls in Tokyo ist. Natürlich musste ich ihr die tollen Neuigkeiten gleich mitteilen und somit verabredeten wir uns gleich.

Wieder einmal wurde ich in der Business Class ausgezeichnet von der SWISS Crew bedient und auch das Essen war ausgesprochen lecker. Dieses Mal entschied ich mich für:

 Leicht geräuchertes Rindfleisch mit Spargelmousse mit Melone und Pico de Gallo

Rindsfilet mit Morcheljus mit Safran-Kartoffelstock und Kefen

Erdbeer-Streuselkuchen mit Basler Läckerli

Ich durfte die Landung im Cockpit geniessen und war sehr überrascht das Japan so grün ist. Ich habe mir immer vorgestellt, dass Japan sehr überbaut ist – was jedoch vor allem nur auf Tokyo trifft. Nachdem wir am Flughafen in Tokyo-Narita ankamen, fuhren wir gleich mit dem Crew Bus zum Hotel. Da es in der Schweiz morgen 02:00 Uhr war, gingen wir ins Bett um einige Stunden zu schlafen. Nach vier Stunden Schlaf und einer Dusche gingen wir los.

Das Hotel offerierte einen kostenlosen Shuttlebus nach Narita, den wir natürlich gerne ausnutzen. In der Stadt angekommen, informierten wir uns zuerst wie wir am günstigsten mit dem Zug nach Tokyo kamen. Nach einigen lustigen Gesprächen mit Händen und Füssen, wussten wir welches Ticket wir am Folgetag lösen mussten. Die meisten Japaner sprechen sehr wenig Englisch, deshalb war die Kommunikation nicht immer einfach. Dafür war es stets amüsant mit den Japanern auf allen möglichen Sprachen zu kommunizieren. 😉 Danach spazierten wir durch Narita bis zum Narita-san Tempel. Auf dem Weg zum Tempel kauften wir frisch gemachte Sweet-Potatos-Chips, die ausgezeichnet schmeckten. Der Narita-san Tempel liegt im 17 Hektar grossen Naritasan Park. Wir verbrachten etwa zwei Stunden im Park, da dieser wunderschön war. Wir begutachteten verschiedene Tempel, spazierten rund um den See und trafen noch zwei süsse japanische Kinder mit ihrem Babyhund, mit denen wir natürlich noch ein Selfie machten.

Anschliessend assen wir im Restaurant Rämen Bayashi zu Abend. Wir bestellten Edomame, Red Hot Chilli Nudelsuppe, Fried Reis mit Huhn und dazu einen chinesischen Salat. Nach diesem leckeren Abendessen gingen wir mit dem Shuttlebus zurück zum Hotel, um zu schlafen.

Wie bereits angekündigt, gingen wir am nächsten Tag nach Tokyo. Wir fuhren mit dem Limited Express nach Nippori und von dort nach Shinjuku, wo Nicole bereits auf uns wartete. Die Zugfahrt dauerte etwa 1.5 Stunden. Es war sehr spannend die Leute im Zug zu beobachten. Denn entweder schliefen sie oder sie waren mit dem Handy beschäftigt.

Nach dem wir Nicole freudig begrüssten, liefen wir zum Metropolitan Gouvernment Building, wo wir kostenlos in den 45. Stock fuhren und einen grandiosen Ausblick auf ganz Tokyo hatten. Wie in meiner Vorstellung war so gut wie jeder Fleck von Tokyo bebaut, einzig eine Stelle in der Stadt war grün. Ähnlich wie Manhattan und der Central Park, nur ist die grüne Fläche in Tokyo kleiner.

Anschliessend fuhren wir mit der Metro nach Harajuku zu der Takeshita Street. Die Takeshita Strasse hat viele Cafés, Restaurants, traditionelle japanische Läden und auch bekannte Läden wie z.B. The Body Shop. Auch wenn man nicht gerne bummelt, ist diese Strasse in Muss-Besuch in Tokyo. Man sieht die schrillsten modebegeisterten Japaner. Zudem kann man in den Fotokasten diverse lustige Gruppenfotos aber auch Einzelfotos schiessen und diese danach nach Lust und Laune auf japanische Art verzieren. Natürlich haben wir einen solchen Fotokasten ausprobiert. Es hat sehr viel Spass gemacht! Die Takeshita Strasse ist auch bei den Einheimischen sehr populär, oft kommen ganze Schulklassen, um diese Strasse zu bewundern.

Nachdem uns die Mägen knurrten, gingen wir in ein Restaurant. Das witzige ist, dass man selten ein Restaurant direkt an der Strasse findet. Die meisten Restaurants befinden sich in den oberen Geschossen. An der Strasse sind meistens nur Plakate von den Restaurants, die sich dann genau in diesen Gebäuden zuoberst befinden.

Nach dem Essen bummelten wir noch weiter durch Harajuku und fanden dann ein Plakat zu einem Katzencafé. Da ich solche Cafés aus dem TV kannte, wollte ich unbedingt eines besuchen. Auch dieses Café befand sich wieder im obersten Stock des Gebäudes. 😉 Bevor wir zu den Katzen durften, mussten wir unsere Taschen einsperren, unsere Hände desinfizieren und unsere  Schuhe ausziehen. Dafür bekamen wir aber Pantoffeln. Die meisten Katzen lagen auf den Katzenbäumen und schliefen oder liessen sich von den Besuchern streicheln. Die zwei Babykatzen waren noch sehr verspielt und hatten Freude Aufmerksamkeit zu erhalten. Die Katzen hatten zwar viel Wasser, aber es war so heiss in diesem Café, dass mir die Katzen Leid taten, dass sie den ganzen Tag eingesperrt waren und keine frische Luft hatten.

Nach dem Katzenbesuch fuhren wir nach Shibuya. Shibuya bietet meiner Meinung nach nicht sehr vieles, ausser ein paar tollen Kleiderläden und die berühmte Alle-Gehen-Kreuzung (auch: Diagonalqueren). Von allen Seiten – kreuz und quer – laufen jedes Mal tausende von Menschen über die Zebrastreifen-Kreuzung. Was für ein tolles Erlebnis! Ich war so fasziniert davon, dass ich gleich dreimal über diese Kreuzung gehen musste. Anschliessend bummelten wir noch ein bisschen durch die Läden bevor wir zurück zum Bahnhof gingen.

Den Video zur Kreuzung findest Du hier: https://www.facebook.com/rahelflavia/?ref=aymt_homepage_panel

Es war ein sehr toller Tag in Tokyo und ich war begeistert. Leider mussten wir uns dann von Nicole verabschieden, da wir zurück nach Narita mussten und die Fahrt etwa zwei Stunden dauerte. Nach ein paar Umwegen, fanden wir schliesslich den richtigen Zug, der mit den wenigsten Stopps günstig nach Narita fuhr. Nach kurzer Wartezeit fuhr uns der Shuttlebus zurück zum Hotel, wo wir dann erschöpft ins Bett gingen, da es am nächsten Tag zurück in die Schweiz ging.

Auf dem Rückflug durfte ich wieder in der Business Platz nehmen und war wie immer begeistert vom Essen und dem Platz den ich hatte. Nach ca. 13 Stunden Flug kamen wir in Zürich an. Der Tag war jedoch für mich noch nicht vorbei. Ich fuhr vom Flughafen direkt nach St. Gallen in die Schule – leider zurück in den Alltag!

Ich war und bin immer noch absolut begeistert von Japan. Das war bestimmt nicht mein letzter Trip, aber mein kürzester Trip nach Japan! Hier noch ein paar Nice-to-know-Dinge über Tokyo:

 Hast du gewusst, dass

  •  Du in teuren Kleiderläden einen Sack erhältst, den du über den Kopf anziehen musst, damit kein Make-up auf die Kleidung kommt
  • Du grundsätzlich überall Rauchen darfst, aber die Einheimischen trotzdem nur an den markierten „Raucher-Orten“ rauchen
  • Die Restaurants sich meist in den oberen Geschossen eines Gebäudes befinden
  • Tokyo eine der saubersten Städten ist, obwohl es nirgends einen Abfallkübel hat
  • Überall Selfies zu schiessen, so normal ist, wie wir jemandem im Dorf grüssen
  • Die Japaner sehr schlecht Englisch können und obwohl sie wissen, dass Touristen kein Japanisch verstehen, sie mit dir Japanisch sprechen
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Naritasan Park

Sayonnara! (Auf Wiedersehen!)


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